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Wie wird die EU-Gutschein-Richtlinie umgesetzt?

Steuernews-TV Ausgabe: Mai 2019

Wie wird die EU-Gutschein-Richtlinie umgesetzt?

Mit dem Jahressteuergesetz 2018 wurde die sogenannte Gutschein-Richtlinie in nationales Recht übernommen. Was ist bei der Umsatzsteuer zu beachten? Was ist auf dem Gutschein oder in damit zusammenhängenden Unterlagen anzugeben? Und wie unterscheiden sich Einzweck- von Mehrzweck-Gutscheinen? Die wichtigsten Regelungen rund um die EU-Gutschein-Richtlinie jetzt in unserer neuen Ausgabe von Steuernews-TV!

Textabschrift des Videos (Transkription)

Wie wird die EU-Gutschein-Richtlinie umgesetzt?

Mit dem Jahressteuergesetz 2018 wurde die sogenannte Gutschein-Richtlinie in nationales Recht übernommen. Was ist bei der Umsatzsteuer zu beachten?

  • Ein Gutschein muss als vollständige oder teilweise Gegenleistung für Lieferungen oder sonstige Leistungen angenommen werden.
  • Auf dem Gutschein oder in damit zusammenhängenden Unterlagen sind der Liefergegenstand, die sonstige Leistung oder die Identität des leistenden Unternehmers sowie die Nutzungsbedingungen anzugeben.
  • Bei der Umsatzsteuer ist zwischen Einzweck- und Mehrzweck-Gutscheinen zu unterscheiden.
  • Bei einem Einzweck-Gutschein liegen bereits bei der Ausstellung alle Informationen vor, um die Umsatzsteuer mit Sicherheit zu bestimmen. Die Umsatzbesteuerung erfolgt daher zum Zeitpunkt der Ausgabe bzw. Übertragung des Gutscheins.
  • Ein Mehrzweck-Gutschein liegt vor, wenn bei der Ausstellung nicht alle Informationen für eine zuverlässige Umsatzsteuerberechnung vorliegen. Die Umsatzsteuer wird bei dieser Gutscheinart daher erst zum Zeitpunkt der Lieferung bzw. Leistungserbringung fällig.