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Kosten für häusliches Arbeitszimmer – Werbungskostenabzug ja oder nein?

Steuernews-TV Ausgabe: September 2018

Können Kosten für ein häusliches Arbeitszimmer als Werbungskosten abgezogen werden – ja oder nein? Welche Voraussetzungen müssen erfüllt sein, um bis zu € 1.250 geltend machen zu können? Und welche Änderungen bringt ein aktuelles Urteil vom Finanzgericht Rheinland-Pfalz? In der aktuellen Ausgabe von Steuernews-TV erfahren Sie es.

Textabschrift des Videos (Transkription)

Kosten für häusliches Arbeitszimmer – Werbungskostenabzug ja oder nein?

Kosten für ein häusliches Arbeitszimmer können in voller Höhe als Werbungskosten oder Betriebsausgaben geltend gemacht werden, wenn das Arbeitszimmer den Mittelpunkt der gesamten betrieblichen und beruflichen Betätigung bildet. In allen sonstigen Fällen können bis zu 1.250 Euro steuerlich geltend gemacht werden, wenn für die Tätigkeiten ansonsten kein weiterer Arbeitsplatz zur Verfügung steht.

Bislang war für den Steuerabzug unerheblich, in welchem Umfang das Arbeitszimmer als solches genutzt wird. Das Finanzgericht Rheinland-Pfalz hat hier nun neue Maßstäbe gesetzt und den Betriebsausgabenabzug für ein Arbeitszimmer bei nur geringfügiger betrieblicher Nutzung verneint. Entscheidend ist, wie oft das Zimmer privat und wie oft es betrieblich genutzt wird. Ist die berufliche Nutzung nur auf wenige Stunden im Jahr begrenzt, rechtfertigt schon eine nur vereinzelte private Nutzung die Verneinung des Betriebsausgaben- und Werbungskostenabzugs.